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TACWRK x Mammutmarsch 2018

Team TACWRK beim Mammutmarsch: 100 KM. In 24 Stunden. Zu Fuss.

Team TACWRK aka BlitzmammutAm Samstag, den 26. Mai war es wieder soweit: der berühmt berüchtigte Mammutmarsch fand zum 7. Mal vor den Toren Berlins statt. Jeder, der mit dem Gedanken spielte sich einen der begehrten Teilnehmer-Pässe zu sichern, wusste ganz genau auf was er sich einlassen würde: 100 Kilometer. 24 Stunden. Zu Fuß.

Natürlich wollten wir uns im TACWRK als bekennende Lokalpatrioten und Verfechter des „Machen ist wie Wollen, nur krasser“-Credos es uns nicht nehmen lassen, an diesem anspruchsvollen und ein wenig verrückten Event teilzunehmen.

Kurzentschlossen wurde intern die Operation Blitzmammut ins Leben gerufen und fleißig um Mitstreiter für das Team TACWRK geworben. Schließlich sollten es 15 tapfere Kolleginnen und Kollegen sein, die die Herausforderung Mammutmarsch 2018 frohen Mutes annahmen. So standen wir nur wenige Wochen später zusammen mit weiteren rund 1600 begeisterten Läufern an den Toren des Steffi Graf Stadions im Grunewald und warteten gespannt wie die Compoundbogen auf den Startschuss. LOWA Mammutmarsch

Wir hätten diesen Sonnabend auch, wie wahrscheinlich Viele an diesem Tag, mit Fritten und Bier vor der Glotze oder bei ausgelassener Stimmung im nächstgelegenen Biergarten verbringen können um das Champions League Finale zu verfolgen. Doch so beginnen nur selten die Besten der großartigsten Geschichten, die man später noch seinen Enkeln erzählt. Eine 100 km lange Wanderung in 24 Stunden, mit Schlafentzug, blutigen Füßen und überforderten GPS-Empfängern birgt hierzu schon weitaus mehr Potential. 

Bild: Mammutmarsch & Mario Mielke ©

Bild: Mammutmarsch & Mario Mielke ©

Bei schönstem Wanderwetter mit strahlendem Sonnenschein und gut temperierten 26 Grad führte uns der erste Streckenabschnitt entlang der kurvenreichen, am Ostufer der Havel verlaufenden Havelchaussee. Vorbei am malerischen Strandbad Wannsee Richtung Potsdam. Mit Erreichen der brandenburgischen Hauptstadt in den späten Abendstunden lagen die ersten 30 Kilometer bereits hinter uns. Manch einem war hier bereits klar, dass der Mammutmarsch nun erst richtig beginnen würde. Besonders der Auftakt dieses Abenteuers bescherte uns unvergessliche Eindrücke und atemberaubenden Panoramen. Wem es bereits einmal vergönnt war, die purpurne Sonne hinter der geschichtsträchtigen Glieniker Brücke versinken zu sehen, hat vielleicht eine Idee davon, wie beeindruckend das Schauspiel vor brandenburgischer Kulisse sein kann.

… unvergessliche Eindrücke und atemberaubenden Panoramen …

Hochmotiviert ging es über die Straßen des Schmuckkästchens Potsdam weiter gen Westen. Mittlerweile war es schon spät und die ersten Ermüdungserscheinungen traten wie von vielen anfangs prophezeit und ebenso befürchtet auf den Plan. Doch selbst jetzt hatten die Meisten von uns das nächste Ziel immer noch klar vor Augen: Bergfest in Nattwerder.

Es war bereits früher Morgen als eine kleine Gruppe des Team TACWRK die 50 km Marke knackte und geschunden, doch Freude strahlend den temporären Teilerfolg feierte. Nach kurzer Pause ging es weiter Richtung Weltstadt Grube, nichtsahnend was die ausgebufften Veranstalter des Mammutmarsches noch alles für uns in Petto haben würden. Das Feld wurde in den folgenden 25 Kilometern immer dünner. Reihenweise sah man Teilnehmer mit ausgezogenem Schuhwerk am Strassenrand sitzen und teils enttäuscht Ihre Wunden versorgen. Leider mussten auch wir zu diesem Zeitpunkt bereits einige Ausfälle hinnehmen, aber das spornte die verbleibenden Teammitglieder, die mit motivierenden Worten und herzlichen Gesten der Ausgeschiedenen auf den noch bevorstehenden Weg geschickt wurden, nur noch mehr an.

Sielmanns Naturlandschaft in der Döbritzer Heide sollte den Läufern noch einmal alles abverlangen. Der ehemalige Truppenübungsplatz mit seinen tiefen Sandpisten und ausgedehnten Wanderwegen kostete den Ein oder Anderen weitaus mehr als bloß Blut, Schweiß und Tränen. Die letzten Energiereserven mussten in diesem Moment mobilisiert, die Haltung wieder eingenommen und der Fokus auf das große Ganze gelegt werden. Von nun an war das Ziel plötzlich das Ziel und der Weg dorthin einfach nur noch ein Übel, das es zu überwinden galt. Die Nacht wäre schonmal geschafft...

Die letzten 5 km sollten sich für die übrigen Läufer ziehen wie Kaugummi. Ein scheinbar nicht enden wollender Track, der sich für viele eher wie 50, statt wie die tatsächlichen 5 km Distanz anfühlen sollte. Eine letzte Treppe hier, ein letzter Anstieg da. Der finale, orangefarbene Pfeil, der von den Veranstaltern an alle wichtigen Wegpunkte gesprüht wurde und uns wie ein immer wiederkehrender Fluch über die 100 km begleiten sollte, wies uns den Weg Richtung Ziellinie. Hier waren wir also, dort wo vor nicht einmal 24 Stunden dieses unfassbare Abenteuer begann. Freude und Erschöpfung lieferten sich einen ausgeglichenen Schlagabtausch als wir das Ziel erreichten. Ein beschwingtes Wiedersehen aller Läufer mit all ihren wunderbaren Geschichten und verrückten Anekdoten, die es ab jetzt ausgiebig zu besprechen galt.

 

Der Mammutmarsch, so sagt man, sei wie ein gesamtes Leben. So falsch liegt man mit dieser Aussage wohl nicht. Auf seinem Weg begegnet man absoluter Freude, ohnmächtiger Wut, Glück, Schmerz, Hoffnung, grundlegenden Selbstzweifeln und unbändigem Stolz. All das macht den Mammutmarsch zu einem tiefgreifenden Erlebnis, das wohl keiner von uns jemals vergessen wird.

Der Mammutmarsch, so sagt man, sei wie ein gesamtes Leben.

Die Finisher- Medaille

Die Mammutmarsch Finisher-Medaille

Am Ende geht es um weit mehr als nur um zurückgelegte Kilometer, perfekte Zwischenzeiten oder die beeindruckendste Pace. Es geht um Kameradschaft, Teamwork und schlicht und ergreifend darum, seine Grenzen zu definieren und sich selbst neu kennenzulernen. Ob es nun 38, 63 oder gar die vollen 100 Kilometern waren. Jeder einzelne ist an diesem besondern Tag über sich hinausgewachsen und an dieser, seiner ganz persönlichen Aufgabe gereift und gewachsen. 

Wer auch immer das Mammut einmal an seinen angsteinflößenden Stoßzähne gepackt hat, wird mit absoluter Sicherheit auch ein weiteres Mal seinen Weg an die staubige Startlinie dieses urigen Kolosses finden.

Vielen Dank, liebes Mammut. Auf ein Wiedersehen in 2019.

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ENGLISH VERSION

Saturday, May 26, it was that time again: the famous-infamous Mammutmarsch (eng.: Mammoth March) took place for the third time just outside Berlin. 100 kilometers. 24 hours. By foot.

We at TACWRK love challenges, so it was clear that we could not resist participating in this exhausting and crazy event, too.

Operation Blitzmammut was formed internally and we made the effort to recruit 15 brave colleagues who gladly accepted the Mammutmarsch challenge. Just a few weeks later, we joined forces with other 1600 enthusiasts at the gates of the Steffi Graf Stadium in Grunewald and waited anxiously at the starting position.

Probably like many on this day, we could have stayed home chugging fries and beer in front of the telly or in the nearest beer garden to watch the Champions League final. But the greatest stories begin at the end of the comfort zone: A 100 km hike in 24 hours, with sleep deprivation, bloody feet and overstrained GPS receivers has much more potential for an epic story.

With the most beautiful hiking weather, with bright sunshine and well-tempered 26 degrees led us along the Havelchaussee, past the picturesque Strandbad Wannsee straight towards Potsdam. Arriving at the capital of Brandenburg in the late evening hours, the first 30 kilometers were already completed. Some already knew that now the Mammutmarsch was really about start. The first part of the adventure offered great views and breathtaking panoramas. Those who have been privileged to watch the purple sun set behind the historic Glieniker Bridge may have an idea of how impressive the spectacle of Brandenburg’s scenery can be.

Highly motivated we passed the streets of Potsdam further west. Meanwhile, it was already late and the first signs of fatigue started to show.

It was early in the morning, when a small group of the Team cracked the 50 km mark. From then on, it was less and less participants over the next 25 kilometers. Hikers were sitting on the roadside with their shoes off, disappointedly caring to their wounded feet. Unfortunately we also had to endure some losses, but that only spurred on the remaining team members, who were sent on the long path ahead with motivational speeches and heartfelt gestures from the departed.

The landscape in the Döbritzer Heide was very demanding. The former military training area with its deep sandy tracks and extensive hiking trails cost us blood, sweat and tears. The last energy reserves had to be mobilized at this moment and we tried to stay focused on the big picture.

The last 5 km stretched like chewing gum. A never-ending track, that felt like 50 instead of the actual 5 km. One last staircase here, one last climb there. The final, orange arrow, which the organizers sprayed on all important waypoints and should accompany us like a recurring curse over the 100 km, showed us the way to the finish line. Not even 24 hours ago we began this incredible adventure. Joy and exhaustion when we reached the finish line. A lively reunion of all runners with all their wonderful stories and crazy anecdotes, which were discussed extensively!

The Mammutmarsch, it is said, is like an entire life. On his way, one encounters absolute joy, rage, happiness, pain, hope, self-doubt and pride. All this makes the Mammutmarsch a great experience that probably none of us will ever forget.

In the end, it’s about more than just the distance or an impressive pace. It’s about camaraderie, teamwork and pushing your boundaries. Whether you made 38, 63 or even the full 100 kilometers. Every single person has grown on this special day and we are damn proud of everyone who accepted the challenge!

Thank you, dear Mammut. See you again in 2019!

Double Delta

Gestatten, Double Delta. Daniel gehört zum stolzen “Inner Circle” der TACWRK 100km MammutMarsch-Finisher, getreu dem Motto “Aufgeben kannst Du bei der Post!”. Einmal in der Woche schickt Euch Daniel nicht nur die besten Neuheiten und handgepickte Sonderangebote mit dem TACWRK Newsletter, sondern informiert Euch hier im Blog außerdem über die heißesten Produktneuheiten aus unserem Sortiment.

Comments (2):

  1. Avatar

    Ralf

    1. Juni 2018 at 17:49

    Hey Mädchen und Jungs, sehr gut geschrieben, finde mich da auch wieder, besonders die letzten 5km , man war ich im Eimer, aber noch vor Regen geschafft

    Antworten
  2. Avatar

    Peter

    2. Juni 2018 at 06:38

    Hallo Tacwrk Team,
    fetten Respekt! Ich war an dem Wochenende beim Xletix in Kallinchen. Ein sehr guter Team-Spass. Vielleicht probiert ihr das mal auch aus. Aber natuerlich nur die L-Distanz. Die haut ordentlich rein!
    Bis zum naechsten Mal im Shop.

    Antworten

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